Allmählich werde ich wütend

von 2bd am 22. September 2018

Um persönliche PrimärProzesse öffentlich nachfolgbar zu machen bringe ich den Kommentar aus AB-PP LIVE nun doch zusätzlich als Beitrag.

Allmählich werde ich wütend.
Dies nicht nur, weil punkto human-up! nichts läuft, das buch sich praktisch null verkauft, die medien sich weigern, darüber zu berichten, niemand dem projekt auch nur die geringste verbindliche anerkennung zollt … sondern auch, oder eher vor allem, weil das offenbar der chronologie meines prozesses entspricht.

Auf die zähne zu beissen hat mir nicht nur geholfen durchzuhalten, sondern auch pseudostärke zu empfinden sowie einen jeweils enormen druck in meinem körper und auch sonst zu installieren; dies zum glück nicht immer; aber oft – eben stets, wenn ich auf die zähne beisse/biss. So wurde ich mir, kurz nach dem (mithin logischen) infarkt, als ich den dialog mit meinem herzen eröffnete, rasch gewahr, dass ich bei anstrengungen, die den kreislauf wenig belasten, meist den mund geschlossen halte. Was eben hilft, auf die zähne zu beissen. Jedoch auch einen enormen druck im körper erzeugt, weil er nicht frei und angemessen durchatmen, sprich entspannt bleiben kann.
Dieses aufmerksam werden hiess natürlich auch, dass es von innen her reif wurde für den pp. Mein inneres stiess mich an, mich mir auch in dieser sache endlich zuzuwenden. So nahmen denn die dinge ihren lauf …
Seit einigen monaten werde ich mir nicht bloss öfter gewahr, wenn ich mich mit geschlossenem mund anstrenge, sondern auch, wenn ich zusätzlich, bzw ohnehin auf die zähne beisse. Das ist durchaus deprimerend und geht – eben …! – einher mit meiner immensen, meist unbewussten angst vor männern und dem daraus folgenden mich überall anpassen und steten aufmerksam sein auf meine umgebung. (Das war jetzt die kurzform des themas ‚Männerschwäche‘ 😉 ). Aber eben, nicht nur deprimierend. Schön daran ist, dass ich bereits mit relativer leichtigkeit … und jetzt kommts: meinen kiefer loslassen kann; wodurch sich dieser automatisch nach vorne schiebt! Ja, ich erwache sogar bereits in der regel mit gelöstem, nach vorn geschobenem kiefer! Ein gutes und sicheres zeichen, da ausserhalb jeglicher kontrolle. Und … jetzt kommts noch besser: sich synchron(!) meine augen öffnen, und ich bewusst und kraftvoll nach aussen schaue. Diese kombination bringt mich in die verfassung der entschlossenheit, weckt die bereitschaft, mich zu stellen – oder eben paradoxerweise, die menschen um mich rum zu ignorieren (siehe Artikel ‚Fest der Aufrichte‘) – und nährt in der tiefe meine bereitschaft oder vielleicht besser ‚fähigkeit‘ zur WUT.
Und die passt doch zur gegenwärtigen situation, nicht wahr?

Eine tolle sache. Und für einmal ohne begleitschmerzen …

ps: aha, deshalb bin ich kurzsichtig geworden!? – tatsächlich hatte ich gestern, als ich am see g&d machte, wie stets ohne sehhilfe, zum ersten mal den eindruck, ich sehe besser! De fakto war das wohl bloss die erfahrung, dass die umgebung durch mein kraftvolles HINSCHAUEN irgendwie näher rückte sowie plastischer erschien.

1 Kommentar »

  1. Trotzdem. Immer noch bedeutet das für mich ein gewaltiges risiko, nicht mehr hinzuschauen. Und einen gewaltigen verzicht!
    Den ich schau(t)e ja nicht nur hin, um mich abzusichern, sondern auch, um sofort die Schwäche (nicht nur) der Männer zu erkennen und mich besser – und daher wertvoll – zu wähnen; okay, mittlerweile mit wenig relevanter entwertung.

    2bd am 22. September 2018 um 13:59 Uhr

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