Interview mit 2b

von 2bd am 5. Juli 2018

Im BUCHland Magazin des novum Verlags erscheint im Herbst ein Interview mit mir. Anlass ist natürlich HOMO CAPUT. Witzigerweise wünschte der Verlag, dass ich das ganze Interview selber verfasse. Ich war zuerst gänzlich hilflos gegenüber dieser neuen Herausforderung. Dann entwickelte sich der gefragte Dialog ganz automatisch in mir. Ich setzte mich hin und schrieb es ad hoc auf. Und siehe da, es erschien mir als wahrer Wurf. Ich habe praktisch nichts mehr daran geändert, bis ich es eine Woche darauf ablieferte. Es ist ein Stück zu lang. Ich fand auch keine Möglichkeit, es zu kürzen, ohne den Fluss zu zerstören. Mal sehen, was das Lektorat damit macht … Lies selbst.

Interview mit 2b

Herr Brändli – oder soll ich 2b sagen?

Beides okay.

Also, Herr Brändli, Sie haben neulich Ihren 67. Geburtstag gefeiert; wie fühlen Sie sich?

Ich fühle mich lebendig wie nie, vollkommen offen und durchlässig. Werden Leute gefragt, wie alt sie mich schätzen, so kommt zurück: keinesfalls über 55! Wer mich mehr oder weniger nackt sieht, bewundert meine kräftige, entspannte und aufrechte körperliche Verfassung. Was finden Sie?

Ich kann dem nur zustimmen. Worauf führen Sie das zurück?

Ich habe das Privileg, der erste Anwender und somit Nutznießer des PrimärProzesses zu sein, den ich in meinem jüngsten Buch «HOMO CAPUT» vorstelle.

Dann muss es für Sie wunderbar sein, am Morgen zu erwachen; ohnehin nach 10 Stunden Schlaf.

Jein. Ohne Abwehr zu leben bedeutet auch, von all dem Lebensfeindlichen, das wir Menschen inszenieren, ungeschützt getroffen zu werden. Zudem weiß ich nicht, ob und wann die Menschheit bereit ist, endlich wieder wirklich zu LEBEN. Das drückt auf meine Befindlichkeit.

Aber Ihr eigenes Leben scheint ja hervorragend zu funktionieren.

Nochmals jein. Da ich alles für dieses Projekt Human-UP!gegeben habe, hängt nun auch meine konkrete Existenz von dessen Erfolg ab. Viel ist nicht mehr übrig. Manchmal nehme ich das leicht, manchmal erschüttert es mich zutiefst.

Wie kann das Human-UP!Projekt, oder wie Sie es auch nennen: die NormalRevolution– diese ganz normale Revolution also – Erfolg haben?

Es reicht, wenn sich Menschen dafür entscheiden, diese Möglichkeit zu nutzen, um das wirklich Beste aus ihrem Leben zu machen. Sie brauchen, ja dürfen sonst nichts an ihrem Leben willentlich verändern. Das ist jederzeit und überall auf der Welt möglich.

Und wie soll das technisch vor sich gehen?

Die Natur hilft. Der PrimärProzess wird eingeleitet durch die Atembombe; eine Metapher dafür, über den Atem das Leben in seiner ganzen, ungeheuren Wucht vorbehaltlos reinzulassen. Damit werden bereits in jeder und jedem immense Tabus gebrochen. Dasist die Schwierigkeit. Ansonsten verläuft das technisch einfach, ist grundsätzlich überall und für jeden Menschen anwendbar. Wir haben das sogar schon für Straftäter offeriert. Allerdings hatte noch niemand den Mut, das aufzugleisen.

Sie meinen, der PrimärProzess funktioniert auch in armen oder von kriegerischen Auseinandersetzungen betroffenen Ländern?

Absolut. Voraussetzung ist allerdings, dass Mächtige in solchen Ländern dem grundsätzlich zustimmen.

Sie meinen, auch wenn es um die Finanzierung geht.

Bei den Finanzen denke ich eher an wohlhabende und reiche Menschen – ev. auch Crowdfunding –, die das Human-UP! Projekt unterstützen, als endlich nachhaltig wirksame Investition in die erfolgreiche Zukunft der Menschheit. Ist doch eine schöne Ergänzung zur Künstlichen Intelligenz: Menschen, die wirklichleben, hochlebenskompetent, vital und solidarisch, Gewalt ein Fremdwort, finden Sie nicht?

(lacht) Das leuchtet ein. Danke 2b, für das Gespräch.

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